{"id":371,"date":"2021-03-22T15:59:19","date_gmt":"2021-03-22T14:59:19","guid":{"rendered":"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/?page_id=371"},"modified":"2021-03-23T15:13:15","modified_gmt":"2021-03-23T14:13:15","slug":"akr-drechslerei","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/akr-drechslerei\/","title":{"rendered":"AKr Drechslerei"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-buttons has-small-font-size is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/beldertunscheere\/\" style=\"background-color:#a8fbdd\">Beldertunscheere<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/familienforschung\/\" style=\"background-color:#d9f6eb\">Familienforschung<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/fotos\/\" style=\"background-color:#a8fbdd\">Fotos<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/oldtimer\/\" style=\"background-color:#d9f6eb\">Oldtimer<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/plattdeutsch\/\" style=\"background-color:#a8fbdd\">Plattdeutsch<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/volkstanzgruppe\/\" style=\"background-color:#d9f6eb\">Volkstanzgruppe<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-green-cyan-background-color has-background\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/akr-drechslerei\/\">Drechslerei<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d9f6eb\">Unsere B\u00fccherei<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Drechslerei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:auto 24%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"165\" height=\"293\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grummel2-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-457 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>&#8222;Grummels olde Drechslerw\u00e4rkst\u00e4\u00e4e&#8220; l\u00e4sst das Holz sprechen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">&#8222;Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter ist eine Welt voller M\u00e4rchen und Wunder.&#8220; Diese Weisheit stammt von keinem Geringeren als Theodor Heuss, und er hat recht, kaum ein Werkstoff hat die K\u00fcnstler aller Epochen durch seine Facetten an Farben und Formen mehr inspiriert als Holz. Der nachwachsende Naturrohstoff gilt dar\u00fcber hinaus durch seine vorgegebene runde Form als Wegbereiter f\u00fcr alles, was die Menschheit an bahnbrechenden technischen Errungenschaften hervorgebracht hat. Eines der ersten Werkzeuge war der Feuerquirl, ein Hartholzstab, der auf einer h\u00f6lzernen Unterlage durch Drehbewegungen Reibungsw\u00e4rme erzeugte und mobil Feuer entfachen konnte. Die Entwicklung von Bohrern lie\u00df nicht lange auf sich warten. Die Literatur benennt f\u00fcr die Bronzezeit, 4000 &#8211; 1300 Jahre vor unserer Zeitrechnung, Ger\u00e4te, mit denen man schon drehen, schleifen und polieren konnte.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Drehendes Holz zu bearbeiten, im eigentlichen Sinne des Drechseins, gelang aber wohl erstmals den \u00c4gyptern, und dies vor rund 2300 Jahren. Grabreliefs zeigen das technische Know-how eines Drechselstuhls. Die weitere Entwicklung verlief rasant und erreichte \u00fcber die fr\u00fchen Handelswege und Kriegsz\u00fcge auch Deutschland. Schnell wurde das Holzdrehen zu einem eigenen Handwerkszweig perfektioniert. Von Leonardo da Vinci ist die fr\u00fcheste Zeichnung einer fu\u00dfbetriebenen Drechselbank \u00fcberliefert. Die Erzeugung einer dauernden Drehbewegung des Werkst\u00fcckes revolutionierte die Technik und ihre Grundz\u00fcge sind bis heute, 500 Jahre sp\u00e4ter, beibehalten worden. Computergesteuerte Automaten liefen dem Handwerk in der Neuzeit allerdings den Rang ab. Heute sind es vor allem k\u00fcnstlerisch ambitionierte Handwerker, die dem Drechseln zu neuer Anerkennung verhelfen, wenn auch nur in kleinem Rahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">&#8222;Grummels olde W\u00e4rkst\u00e4\u00e4e&#8220; in Lorup zeigt noch heute interessante Exponate aus der Bl\u00fctezeit des Holzdrehens, museale Zeugen aus anderthalb Jahrhunderten. Wilhelm H\u00fcntelmann vom Heimat-Ring Lorup e.V. kennt jede dieser zum Teil sehr seltenen Ger\u00e4tschaften, mehr noch, er wei\u00df sie meisterlich zu gebrauchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wie H\u00fcntelmann dem interessierten Publikum erz\u00e4hlt, liegen die Wurzeln der Loruper Drechslerei im vorletzten Jahrhundert. Es war am 9. Februar 1869, als der Horn- und Pfeifendrechsler Gerhard-Heinrich Grummel aus Vrees die Tochter Elisabeth des Neubauern Rolf Niemann heiratete. Seine Werkstatt unter dem Dach seiner Schwiegereltern wurde durch die aufkommende industrielle Massenware rasch unrentabel, so spezialisierte er sich auf die Herstellung von Spinnr\u00e4dern und Haspeln. Mit Letzteren konnte man Garne auf- und abwickeln. Hochwertige Haspeln hatten sogar Z\u00e4hlwerke, um die L\u00e4nge des Fadens genau zu bemessen. Daneben produzierte Grummel nat\u00fcrlich auch Gebrauchsgegenst\u00e4nde, bevorzugt f\u00fcr die Landwirtschaft. Nicht vergessen darf man die legend\u00e4ren Binsenst\u00fchle, die noch heute in einigen H\u00fcmmlinger Haushalten ihren Dienst tun. Als die Werkstatt 1895 durch einen Blitzschlag v\u00f6llig zerst\u00f6rt wurde, baute er sie sogleich wieder auf und war schon wenige Monate sp\u00e4ter wieder an der Arbeit. 1900 expandierte Grummel, au\u00dferhalb seines Wohnhauses entstand eine neue, gr\u00f6\u00dfere Werkstatt. Die Steine stammten aus einer aufgegebenen Ziegelei, die er selbst Stein f\u00fcr Stein abbaute. Eine erhaltene, fu\u00dfbetriebene Bands\u00e4ge zeugt noch heute von dieser fr\u00fchen Schaffensperiode. Die industrielle Revolution machte auch vor Grummels Werkstatt nicht halt. Sein Sohn Rudolf, Meister seiner Zunft, \u00fcbernahm den v\u00e4terlichen Betrieb 1905 und installierte eine motorbetriebene Transmission. Mit der Ruhe war es nun zwar vorbei, aber der Antrieb war deutlich leistungsf\u00e4higer als der fr\u00fcher genutzte G\u00f6pel, eine Vorrichtung, mit der ein im Kreis laufendes Pferd \u00fcber Zahnr\u00e4der die Maschinen zum Laufen brachte. Der lautstarke Verbrennungsmotor tat ganze 20 Jahre treu seinen Dienst. 1925 kam dann ein leistungsf\u00e4higer Elektromotor zum Einsatz, der noch in der Museumswerkstatt zu sehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Rudolf Grummel konnte sein Handwerk nicht direkt an seine Kinder weitergeben. Der Lehrling Wilhelm Jansen heiratete 1949 in die Familie Grummel ein und f\u00fchrte sp\u00e4ter die Firma unter dem Namen Jansen-Grummel weiter. Als seine S\u00f6hne 1971 neue Werkstattr\u00e4ume bezogen, geriet der elterliche Betrieb in Vergessenheit. Die Gemeinde und der Heimat-Ring Lorup haben ihm 2001 als Museumsdrechslerei erneut zu Anerkennung verholfen, indem sie das alte Geb\u00e4ude in der N\u00e4he des Heimathauses wieder aufbauten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wenn Wilhelm H\u00fcntelmann den Besuchern die alten Maschinen vorf\u00fchrt, hat er als Loruper Junge Glanz in den Augen, ist es doch weit mehr als nur eine Passion. Der gelernte Tischler sieht sich als Boten einer vielfach vergessenen Handwerkszunft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wer die Drechslerei am Heimathaus in Lorup besichtigen m\u00f6chte, kann sich fernm\u00fcndlich an Wilhelm H\u00fcntelmann vom Heimat-Ring Lorup unter 05954 \/ 990490 wenden oder einen Anmeldebogen<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/USE-HeimatringLorup-webanzeige.pdf\">als PDF runterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"488\" height=\"316\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grummel1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-456 size-full\" srcset=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grummel1.jpg 488w, https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grummel1-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\">Text und Fotos: \u00a9 Andreas Sch\u00fcring<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitskreis Drechslerei unter der Leitung von Wilhelm H\u00fcntelmann:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Auch in diesem Jahr wurden vom AK Drechslerei wieder eine Vielzahl von F\u00fchrungen in der Drechslerei durchgef\u00fchrt. Diese Aufgabe \u00fcbernehmen seit Jahren Wilhelm H\u00fcntelmann und Hans Schwarte.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Folgende F\u00fchrungen haben im Berichtszeitraum stattgefunden:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table has-small-font-size\"><table><tbody><tr><td>08.\/09.20.2017<\/td><td>Drechslerei und Remise waren zur Kirmes wieder f\u00fcr Besucher ge\u00f6ffnet<\/td><\/tr><tr><td>14.10.2017<\/td><td>Vettern- und Cousinentreffen Familie Schmits<\/td><\/tr><tr><td>15.11.2017<\/td><td>Fahrradclub Friesoythe<\/td><\/tr><tr><td>15.12.2017<\/td><td>Ing.-B\u00fcrogemeinschaft Gertken, Werlte<\/td><\/tr><tr><td>18.12.2017<\/td><td>Arbeitskreis \u201eHeimath\u00e4user\u201c des Emsl. Heimatbundes<\/td><\/tr><tr><td>04.01.2018<\/td><td>Ordensschwestern aus Schwagstorf<\/td><\/tr><tr><td>13.03.2018<\/td><td>Mitglieder Messkaffee Lorup<\/td><\/tr><tr><td>16.03.2018<\/td><td>Mitarbeiter Krankenhaus Friesoythe<\/td><\/tr><tr><td>03.04.2018<\/td><td>Dr. Sebastian Traunm\u00fcller von der Emsl. Landschaft<\/td><\/tr><tr><td>07.04.2018<\/td><td>Oldtimer aus Wippingen<\/td><\/tr><tr><td>24.04.2018<\/td><td>Familie Reimers\/Bowe, Bawinkel<\/td><\/tr><tr><td>28.04.2018<\/td><td>Mitglieder 70j\u00e4hriges Kommunionjubil\u00e4um<\/td><\/tr><tr><td>03.05.2018<\/td><td>Frauen der Bl\u00e4sergruppe \u201eSt. Hubertus\u201c, Lorup<\/td><\/tr><tr><td>02.06.2018<\/td><td>Sportgruppe \u201e\u00dcber 60\u201c von Blau-Wei\u00df, Papenburg<\/td><\/tr><tr><td>06.06.2018<\/td><td>Vettern- und Cousinen der Familie Bl\u00f6mer<\/td><\/tr><tr><td>18.07.2018<\/td><td>Fahrradgruppe der \u201eH\u00d6B\u201c, Papenburg<\/td><\/tr><tr><td>19.07.2018<\/td><td>Besucher \u201eFrensenhuis\u201c u. \u201eHannekenmeijers Pad\u201c aus den Niederlanden<\/td><\/tr><tr><td>11.08.2018<\/td><td>Friesoyther Arztpraxis<\/td><\/tr><tr><td>17.08.2018<\/td><td>Geschwistertreffen M\u00f6hlenkamp<\/td><\/tr><tr><td>16.09.2018<\/td><td>\u201eAlt- und Jung-Partner\u201c, Gymnasium Werlte<\/td><\/tr><tr><td>22.09.2018<\/td><td>Vetterntreffen Familie L\u00fcpken<\/td><\/tr><tr><td>22.09.2018<\/td><td>Besucher aus Santa Barbara, USA<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drechslerei &#8222;Grummels olde Drechslerw\u00e4rkst\u00e4\u00e4e&#8220; l\u00e4sst das Holz sprechen &#8222;Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter ist eine Welt voller M\u00e4rchen und Wunder.&#8220; Diese Weisheit stammt von keinem Geringeren als Theodor Heuss, und er hat recht, kaum ein Werkstoff hat die K\u00fcnstler aller Epochen durch seine Facetten an Farben und Formen mehr inspiriert als Holz. 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