{"id":66,"date":"2021-03-18T21:53:41","date_gmt":"2021-03-18T20:53:41","guid":{"rendered":"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/?page_id=66"},"modified":"2021-03-25T10:32:56","modified_gmt":"2021-03-25T09:32:56","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:22% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"2159\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/langer-geschichte-text.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-504 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Der Heimatring Lorup<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Am Samstag, dem 8. M\u00e4rz des Jahres 1975 m\u00f6chte ich folgende Gedanken, die die Grundlage einer Satzung f\u00fcr den Heimat-Ring Lorup sein sollen. Anla\u00df ist dazu die beabsichtigte Eintragung als \u00f6ffentliche Gemeinschaft in das Register des Amtsgericht in Meppen, zum anderen aber der 20. Jahrestag der Wiederbelebung des Heimatgedankens in Lorup, die am 8. M\u00e4rz 1955 im G\u00e4stezimmer des Hotel J. Olliges als Heimat-Ring Lorup verwirklicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&lt;&#8211; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/langer-geschichte-text.gif\" target=\"_blank\">Handschriftliches, original Dokument vom Hans Meyer-Wellmann<\/a><\/strong><br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/langer-geschichte-text.gif\" target=\"_blank\">Hier klicken um es n\u00e4her zu betrachten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Vor f\u00fcnfzig Jahren wurde der Heimatring Lorup gegr\u00fcndet<br><br>Zehn Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs, als die gr\u00f6\u00dften Probleme der Nachkriegszeit weitestgehend der Vergangenheit angeh\u00f6rten, gingen einige Loruper B\u00fcrger daran, das d\u00f6rfliche Leben durch die Neugr\u00fcndung eines Heimatverein zu bereichern. Man wollte damit an die Tradition des alten Heimatvereins ankn\u00fcpfen, der um 1930 gegr\u00fcndet worden war, sich dann aber in den Wirren des Krieges aufgel\u00f6st hatte.<br>So trafen sich im M\u00e4rz 1955 interessierte Loruper in der Gastst\u00e4tte Olliges-Finnere.<br>B\u00e4ckermeister Bernhard Siemer fungierte als Versammlungsleiter. Er begr\u00fc\u00dfte neben den Einheimischen besonders Herrn Engeln, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kreisheimatvereins Aschendorf-H\u00fcmmling, der die Gr\u00fc\u00dfe des Kreisheimatvereinsvorsitzenden August L\u00f6ning aus Lathen \u00fcberbrachte.<br>In seinen weiteren Ausf\u00fchrungen ging Engeln auf die vornehmlichen Aufgaben der \u00f6rtlichen Heimatvereine ein. Dabei hob er besonders die Erhaltung der kulturellen Werte des Dorfes wie alte Sitten und Gebr\u00e4uche, sowie die Versch\u00f6nerung des Ortsbildes hervor.<br>In einem anschlie\u00dfenden Vortrag berichtete Theodor Rohjans (Kassen sien Dirk), der vor dem zweiten Weltkrieg Vorsitzender des Heimatvereins gewesen war, \u00fcber die Aktivit\u00e4ten des damaligen Vereins. Von seiner Wahl zum Vorsitzenden des neuen Heimatvereins bat er jedoch abzusehen, da er dieser Aufgabe auf Grund seines hohen Alters nicht mehr gewachsen sei.<br>Die Versammlung w\u00e4hlte daraufhin den damaligen Markvorsteher Hans Meyer-Wellmann einstimmig zum Vorsitzenden.<br>Auf Vorschlag des neuen Vereinsvorsitzenden, gab man dem neu gegr\u00fcndeten Verein den Namen Heimatring. Die Bezeichnung Heimatring wurde ganz bewusst gew\u00e4hlt. In diesem \u201eRing\u201c sollten sich m\u00f6glichst viele Loruper heimisch f\u00fchlen und aktiv mitarbeiten.<br>Und so entstand sp\u00e4ter auch das Wappen des Vereins in Form eines Ringes.<br>Es zeigt in der Mitte Eichenbl\u00e4tter und Eicheln. Sie symbolisieren die Loruper Eichenbrinke. Eingefasst werden sie von dem Schriftzug \u201eHeimat-Ring Lorup\u201c. Au\u00dfen ist ein Ring aus Tannenzweigen zu sehen, darin ein springendes Eichh\u00f6rnchen. Der \u00e4u\u00dfere Ring stellt den Waldg\u00fcrtel dar, der Lorup jahrhunderte lang umgeben hat und in dem ein Eichh\u00f6rnchen das Dorf umrunden konnte, ohne einmal den Waldboden zu ber\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Mit der Einrichtung eines Arbeitskreises f\u00fcr die Versch\u00f6nerung des Ortsbildes unter Vorsitz von Matthias M\u00f6ring (Sch\u00fcppers Theis) sowie eines Arbeitskreises f\u00fcr kulturelle Belange unter der Leitung des damaligen Hauptlehrers Scheuer, wurden einige Anregungen von Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Engeln noch in der Gr\u00fcndungsversammlung in die Tat umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Um die Resonanz des neu gegr\u00fcndeten Heimatring in der Loruper Bev\u00f6lkerung zu vergr\u00f6\u00dfern, wurde an Herrn Engeln die Bitte herangetragen, man m\u00f6ge den Kreisheimattag 1955 in Lorup ausrichten. Dieser Bitte wurde dann auch seitens des Kreisheimatvereins entsprochen und so fand die erste \u00fcber\u00f6rtliche Veranstaltung, f\u00fcr die der Loruper Heimatring als Gastgeber fungierte, bereits im September des selben Jahres in Lorup statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Diese Veranstaltung im Gr\u00fcndungsjahr des neuen Vereins, hat der Heimatarbeit in unserem Dorf sicherlich viele positive Impulse gegeben.<br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Hans Meyer-Wellmann, \u201eein Lebensbild\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u201eMehr Gedanken \u2013 als Holz\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:19% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"203\" height=\"250\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/meyer-wellmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-506 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Am 24. Januar 1906 wurde Hans Wellmann in Bremerhaven als Sohn eines Werfthandwerkers geboren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Mit 10 Jahren kam Hans zum erstenmal auf den H\u00fcmmling nach Stavern als Ferienkind. Solche Stellen wurden bei katholischen Bauernfamilien vermittelt, um die meist ungen\u00fcgende Ern\u00e4hrung von Stadtkindern auszugleichen.<br>Ob Rektor Remmers, ein geistlicher Neffe von Pfarrer Johann Ehrens, mit der sp\u00e4teren Vermittlung nach Lorup zu tun hatte, ist nur eine Vermutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ob Rektor Remmers, ein geistlicher Neffe von Pfarrer Johann Ehrens, mit der sp\u00e4teren Vermittlung nach Lorup zu tun hatte, ist nur eine Vermutung.<br>Hans Wellmann lie\u00df nur selten einen Blick in seine Vergangenheit zu, und so bleibt auch das von mir erstellte Bild von ihm recht bruchst\u00fcckhaft, einem Mosaik nicht un\u00e4hnlich. Doch immerhin, soviel erfuhr ich: Nach Beendigung seiner Volksschulzeit \u2013 8 Klassen bis zum Abschluss- begann Hans Wellmann seine Lehre als Schreiner, \u201eSchreiner\u201c war damals die Berufsbezeichnung f\u00fcr den heutigen \u201eTischler\u201c, m.E. eine schlechte Wortwahl, die er etwa 1922\/1923 mit der Gesellenpr\u00fcfung abschloss.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Als wir sp\u00e4ter diese Zeit bei unseren Gespr\u00e4chen zuf\u00e4llig streiften, erz\u00e4hlte Hans Wellmann mir etwas \u00fcber sein Gesellenst\u00fcck. Er schilderte es lebhaft als eine quadratisch gearbeitete \u201eGesellen \u2013 Truhe\u201c aus Holz, in der f\u00fcr allerlei Ger\u00e4te und Notwendigkeiten Platz sei. Schlie\u00dflich, als er sich ein wenig in Begeisterung geredet hatte, holte er sein Gesellenst\u00fcck, die Truhe, aus seiner Kammer, um sie mir mit leuchtenden Augen ad oculos zu demonstrieren. \u201eDaet bekiek die man\u201c, oder so \u00e4hnlich, dr\u00fcckte er sich aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Was die Truhe f\u00fcr eine Bedeutung hatte und wozu sie gedacht und geeignet war, das hatte Hans Wellmann f\u00fcr seine Gesellenpr\u00fcfung wohl auch schriftlich niedergelegt. Einzelheiten habe ich vergessen. Eines aber habe ich nicht vergessen: Am Ende der Besprechung und Belobigung seiner Truhe habe der Obermeister der Pr\u00fcfungskommission zusammenfassend gesagt: \u201eDer angehende Geselle des Schreinerhandwerks hat so viele Ideen in der relativ kleinen Truhe erkennen lassen, dass ich dar\u00fcber nur die \u00dcberschrift setzen kann<br>\u201eMehr Ideen \u2013 als Holz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Nachdem Hans Wellmann seine Erz\u00e4hlung beendet hatte, war es eine kurze Zeit still zwischen uns beiden. Dann habe ich ihn fest angeschaut und gesagt: \u201eHans daet ist de Owerschrift van dien L\u00e4ewen, wenn ik mal eeine s\u00f6\u00fcken mout.\u201c<br>Weil er damals nicht protestiert hat, setze ich seine Einwilligung voraus, das so auch zu tun. Der Reichtum an Ideen war in der Tat sehr auff\u00e4llig bei ihm. Dazu konnten die Mittel (Holz) einfach nicht ausreichen.<br>Als ich vor einiger Zeit feststellen konnte, dass die eindrucksvolle Gesellen-Truhe bei der Hans-Meyer-Wellmann Stiftung respektvoll aufbewahrt wird, hat mich das sehr gefreut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Spuren, die Hans Meyer Wellmann in Lorup hinterlassen hat, ma\u00dfe ich mir nicht an alle aufzuz\u00e4hlen. Ich m\u00f6chte vielmehr versuchen, 80 Jahre zur\u00fcckzublenden und dann aus dem, was meine Erinnerung hergibt, der Reihe nach ein Bild von Hans Wellmann zu entwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Vor 80 Jahren war Hans Wellmann 18 Jahre alt und ich, Heinrich Book (Waetjans Hinnerk) 10 Jahre. Ich ging t\u00e4glich in die Dorf-Volksschule. Eines Tages begann Hauptlehrer Sprehe ziemlich begeistert von dem zu erz\u00e4hlen, was der Loruper J\u00fcnglingsverein an Pl\u00e4nen f\u00fcr den Winter habe (1924). Dabei fiel immer wieder ein f\u00fcr uns ungew\u00f6hnlicher und unbekannter Name, der des Hans Wellmann. Er war nach seiner Gesellenpr\u00fcfung zur Weiterbildung auf eine Technikerschule nach Beckum in Westfalen gegangen und konnte danach in der damaligen Zeit der Arbeitslosigkeit als Werkmeister und Techniker bei der Maschinenfabrik Perk in Lorup anfangen (m\u00fcndliche Mitteilung).<br>Hans Wellmann traf in Lorup auf vielfache gute Voraussetzungen, die sich auf berufliche, religi\u00f6se, sportliche und politische T\u00e4tigkeiten und Interessen erstreckten. Besonderes Interesse fanden sowohl bei den b\u00e4uerlichen als auch handwerklichen Jugend Literatur und Theater. Sie waren bei Jungen wie bei M\u00e4dchen anzutreffen und wurden gef\u00f6rdert von einer vorbildlich engagierten und berufs\u00fcbergreifenden Lehrerschaft unter Ansporn von Hauptlehrer August Sprehe. Seine vielfachen Anregungen trugen reiche Fr\u00fcchte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Schon in dieser Zeit waren jeden Winter gr\u00f6\u00dfere Theaterst\u00fcck aufgef\u00fchrt und geistige Themen abgehandelt worden. U.a. waren das \u201eWilhelm Tell\u201c, \u201eDer Freisch\u00fctz\u201c, \u201eDie Jungfrau von Orleans\u201c und viele besonders patriotische St\u00fccke, bes. \u201eDreizehn Linden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Johann Siemer (Siemer Jan), der sp\u00e4tere Pater Siemer, und Gesina Richter (H\u00fcnteljans Sina) hatten wohl auch schon eigene Dichtungen und Theaterst\u00fccke auf den Weg gebracht. Erz\u00e4hlungen meines Vaters Theodor Book (Waettjans \u2013 Dirk), geb. 1878!, von seinen Rollen beim Theaterspielen im J\u00fcnglingsverein deuten auf sehr fr\u00fchen Beginn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Hans Wellmann setzte fort, was schon vorhanden war. Zu nennen sind der Kinderfestzug beim Loruper Sch\u00fctzenfest und die Jugendarbeit. Diese Dinge sind aber m.E. zur gen\u00fcge bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Hier soll ein anderes Bild gezeigt werden unter der \u00dcberschrift: Wie wurde Hans Wellmann sesshaft in Lorup f\u00fcr ein ganzes Leben? Wie wurde er der \u201eHans im Gl\u00fcck\u201c, f\u00fcr den man ihn eine Zeit lang halten konnte?<br>Dazu muss eine h\u00fcbsche junge Bauerntochter, Anny Meyer, vom Roulwes Hof jetzt hier erscheinen. Als einziges Kind war sie die Erbin eines gro\u00dfen Hofes, der damals vor den Enteignungen fast 1000 Morgen umfasste (meine Sch\u00e4tzung). Heute kaum noch vorstellbar, war diese Tatsache allein schon ausreichend, ein solches junges M\u00e4dchen begehrenswert zu machen. Bei Anny kamen auch noch eine gute Bildung hinzu sowie gutes Aussehen, ja sogar eine gewisse Apartheid. Um es an einem Beispiel deutlich zu machen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Einige Jahre blieb die Frage, wem die \u201ePrinzentochter\u201c ihre Zuneigung schenken w\u00fcrde, unbeantwortet. Dann eines Tages aber platzte die Spannung mit der f\u00fcr alle unerwarteten Nachricht: \u201eRoulwes Anny und Hans Wellmann verlobet s\u00fcck\u201c.<br>Hans Wellmann als Gru\u00dfbauer, daran hatte niemand gedacht, das hatte keiner f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, lange Zeit wohl auch er selbst nicht. Die \u00f6ffentliche Meinung in dieser Angelegenheit war sehr unterschiedlich.<br>\u201eBuer waett h\u00e4i sein l\u00e4awe nich\u201c, war allenthalben zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Aber wie im M\u00e4rchen ging vorerst formal alles seinen Weg. Hans Wellmann nannte sich von nun an Meyer-Wellmann und wurde Bauer auf dem uralten Meyer-Hof.<br>Alter und Historie des Hofes waren bei ihm von Anfang an in guten H\u00e4nden und seinem Herzen nahe. Mit hochfliegenden Pl\u00e4nen war das junge Paar vor den Traualtar getreten, doch leider war das junge Gl\u00fcck auch bald etwas getr\u00fcbt.<br>Da blieb zun\u00e4chst die Erwartung auf ein Kind unerf\u00fcllt, und nur wenige Jahre nach der Hochzeit wurde Anny von einer schweren Krankheit befallen, die nach langem Siechtum schlie\u00dflich zum Tode f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das schwere Schicksal hat Hans Wellmann gezeichnet. Immer mehr und immer tiefer vergrub er sich in seine B\u00fccher. Ja, in dieser Zeit wurde neben vielem anderen wohl auch der Plan geboren, alle Loruper, besonders auch die Butend\u00e4rper zusammenzuschmieden in einem Verein, dem Heimatring. Die \u201eTunscheere\u201c sollte das verbindende Band werden f\u00fcr die Loruper daheim und in aller Welt. Heimatring nannte er das.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Dieses Werk \u2013seine Tunscheere- f\u00fcr alle Loruper bis heute sein geistig dauerhafteste Anliegen und wird in seinem Geiste weitergef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Stiftung Hans Meyer-Wellmann sei abschlie\u00dfend als finanzielle Unterst\u00fctzung seines Heimatanliegens hervorgehoben.<br>So rundete sich sein Lebenswerk.<br>Als Frage bleibt: Woher bezog der vom Gl\u00fcck beg\u00fcnstigte, der ideenreiche und produktive Hans Wellmann und woher der von schwerem Leid gepr\u00fcfte und gezeichnete Hans Wellmann die Kraft und den Antrieb zu seinen Werken und zu seinem \u00dcberleben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Soweit von au\u00dfen erkennbar, war es seine tiefe, umfassende religi\u00f6se \u00dcberzeugung, die wesentlich dazu beitrug. Briefe, die ich in eigener schwerer Zeit von ihm erhielt, best\u00e4tigen das, auch seine Lebensf\u00fchrung inmitten der St. Maria-Himmelfahrt-Pfarrei macht das sichtbar.<br>Lorup, \u201eseine\u201c Gemeinde, hat seine Leistungen anerkannt und ihm gedankt durch die Verleihung der Ehrenb\u00fcrgerw\u00fcrde, und posthum tr\u00e4gt eine Stra\u00dfe seinen Namen.<br>Seine Einstellung und Haltung macht auch folgendes deutlich: Wenn ich Hans Wellmann einen l\u00e4ngeren Besuch abgestattet hatte und wir uns mit Themen \u00fcber Geschichte, Sprache und Brauchtum der Heimat unterhalten hatten, pflegte er mich zu verabschieden mit den Worten: \u201eDaet was f\u00f6r mie vandaage w\u00e4\u00e4r ne \u201eTaborstunde\u201c. Solche Bilder aus der Bibel liebte er.<br><br>Franz Grote<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:23% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"233\" height=\"350\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/heimattage15091955.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-507 size-full\" srcset=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/heimattage15091955.jpg 233w, https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/heimattage15091955-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong>Kreisheimattage in Lorup<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Am 15. September 1955 und am 14. Oktober 1965<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">F\u00fcr den Heimatring Lorup war es eine Herausforderung, schon im Gr\u00fcndungsjahr den Kreisheimattag am 15. September 1955 zu organisieren und zu gestalten. Aber der noch junge Heimatverein, unter der Leitung seines r\u00fchrigen Vorsitzenden Hans Meyer-Wellmann, hat diese Aufgabe gut gemeistert, so dass allgemein von einem sehr gelungenen Heimatfest die Rede war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Eingeleitet wurde der Kreisheimattag am Vormittag mit Dienstversammlungen der B\u00fcrgermeister und der Lehrer.<br>Die Hauptveranstaltung am Nachmittag im festlich geschm\u00fcckten, \u00fcberf\u00fcllten Saal Jansen (Sandmann) wurde er\u00f6ffnet vom Vorsitzenden des Kreisheimatvereins August L\u00f6ning, Lathen, MdL. Mit wenigen Worten umri\u00df August L\u00f6ning Sinn und Zweck der Heimatvereine. Ihre Hauptaufgabe sei nicht etwa die Durchf\u00fchung von Ausgrabungen und anderer geschichtlicher Forschungen. Es komme vielmehr in erster Linie darauf an, dass die Jugend die Verbindung mit dem Althergebrachten nicht verliere. Die Gefahr dazu sei in unserer schnellebigen, weithin verflachten und vom Materialismus beherrschten Zeit sehr gro\u00df.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:auto 30%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"231\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/zweifrauen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-508 size-full\" srcset=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/zweifrauen.jpg 350w, https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/zweifrauen-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\">\u201eWer auf den Spuren der Vergangenheit wandelt, dem zeigt die Heimat ihre ganze Sch\u00f6nheit\u201c, mit diesen einleitenden Worten f\u00fchrte dann B\u00e4ckermeister Bernhard Siemer durch das weitere Programm.<br>Der Heimatring Lorup wolle mit den nun folgenden Darbietungen einen Blick in die tausendj\u00e4hrige Geschichte des Ortes geben, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">In dem rund zweist\u00fcndigen Programm wurde dann in Liedern, Gedichten, Spielen und anderen Vortr\u00e4gen die Geschichte Lorups lebendig, wobei Ernstes und Heiteres gut gemischt waren. Es wurde auch das bekannte plattdeutsche Singspiel \u00fcber die geschichtliche Entwicklung Lorups, die \u201eRevue der Jahrhunderte\u201c von Pater Johannes Siemer (Siemer-Jann) wieder aufgef\u00fchrt. Die von Frau Gesine Richter-H\u00fcnteljans in Plattdeutsch verfassten Lieder und Sketche: \u201eIn Loorpe ist daet Heimatfest; Dirk nu schell wort ut; Wenn de eersten V\u00e4\u00f6gel flaitet; Tw\u00e4i Wiewer bie de P\u00fctte; D\u00e4i Unkels up de St\u00e4\u00e4; De Hachtietsn\u00f6\u00f6ger un De Dr\u00e4i\u00f6llgersmann\u201c kamen an diesem Tage zur Erstauff\u00fchrung. Einige der Lieder sind dann ja zu richtigen \u201eLoorper-Evergreens\u201c geworden.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Und das Sch\u00f6nste an diesem Programm war, dass es von A bis Z von Loruper B\u00fcrgern gestaltet wurde und da\u00df alles was geboten wurde, von Lorupern erdacht, verfasst und gedichtet worden war.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"204\" src=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/sitzungsbild.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-509 size-full\" srcset=\"https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/sitzungsbild.jpg 350w, https:\/\/heimatring-lorup.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/sitzungsbild-300x175.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\">Pater Johannes Siemer und Frau Gesine Richter-H\u00fcnteljans erhielten f\u00fcr ihre besonderen Beitr\u00e4ge zum Heimattag vom Kreisvorsitzenden L\u00f6ning Ehrengaben \u00fcberreicht.<br>Zum Schlu\u00df sei noch erw\u00e4hnt, dass sogar der NWDR erschienen war, um Aufnahmen zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Zehn Jahre sp\u00e4ter, am 14. Oktober 1965, fand dann wieder ein Kreisheimattag in Lorup statt. Dieser stand im Zeichen des Plattdeutschen unter dem Motto: \u201eHoll faest aen Mouders Spraake \u2013 daet is dien Ehrensaake.\u201c<br>Die Veranstaltungen zum Kreisheimattag begannen mit einer Vorstandssitzung und der Generalversammlung des Kreisheimatvereins um 11 Uhr im Hotel Jos. Olliges, Lorup.<br>Um 13 Uhr und abends um 19 Uhr wurde den zahlreichen G\u00e4sten im Hotel Olliges und in den Gastst\u00e4tten Gerh. Stindt und Johs. Wilkens Buchweizenpfannkuchen, das alte H\u00fcmmlinger Nationalgericht, angeboten.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">In der Pfarrkirche \u201eSt. Mariae Himmelfahrt\u201c versammelten sich dann um 15 Uhr die Heimatfreunde zu einem Gottesdienst, bei dem Plattdeutsch gesungen und gepredigt wurde. Begeistert wurden die bekannten Kirchenmelodien in Plattdeutsch gesungen. Pastor Wilhelm Kreuzhermes aus Sonderm\u00fchlen, ein geb\u00fcrtiger Loruper, predigte auf Loorper Plaett. In einfachen, aber doch eindringlichen Worten sprach der Geistliche zu seinen Landsleuten. Die Winzigkeit der Erde stellte der Prediger in Relation zum gewaltigen Kosmos. Trotz des unscheinbaren Erdenlebens sei die Heimat ein Geschenk, f\u00fcr das man Gott dankbar sein m\u00fcsse.<br>Nach dem Gottesdienst ging es auf den Flasskamp, wo ein Zelt f\u00fcr die Festveranstaltung aufgebaut war.<br>Die Er\u00f6ffnung und Begr\u00fc\u00dfung nahm dort, in Vertretung des erkrankten<br>Kreisheimatvorsitzenden August L\u00f6ning, Lathen, Oberstudiendirektor Dr. Knoke aus Papenburg vor. Auch vor zehn Jahren habe man in Lorup Kreisheimatfest gefeiert. Von Lorup aus habe die Heimatarbeit immer wieder neue Impulse erhalten, was auch den Ausschlag daf\u00fcr gegeben habe, das Kreisheimatfest 1965 wieder in Lorup zu feiern. Die Heimat k\u00f6nne nur dort erhalten bleiben, wo der V\u00e4ter Glaube und der Mutter Sprache in Ehren gehalten w\u00fcrden, betonte Dr. Knoke. Es sei gut, da\u00df man den Heimattag mit einem plattdeutschen Gottesdienst eingeleitet habe. Im weiteren Verlauf werde dann die Heimatsprache in Wort und Bild zur Geltung kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Unter dem Motto \u201eUnserer Heimat Sprache und Bild\u201c f\u00fchrten die Loruper ihre Heimatfreunde durch die St\u00e4dte und D\u00f6rfer unseres Kreises und in Zusammenarbeit mit der Schule auch durch angrenzende Gebiete. Den Reiseleiter und Conferencier machte bei dieser Rundfahrt Rudolf Schwarte, von Beruf Angestellter der Kreissparkasse. W\u00e4hrend Schwarte die einzelnen Orte ank\u00fcndigte, hefteten Jungens Abbildungen bekannter Bauwerke dieser Orte an eine gro\u00dfe Wandkarte, so das\u00df sie jeder sehen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Fahrt begann bei der Kreiskriegerged\u00e4chtniskirche in Rhede. Von Rhede ging es \u00fcber viele emsl\u00e4ndische Orte des Kreises zum H\u00fcmmling. Hier wurden Lathen, S\u00f6gel, die H\u00fcvener M\u00fchle, Clemenswerth, Werlte, B\u00f6rger, Esterwegen und nat\u00fcrlich Lorup, das Reiseziel, besucht. Zwischendurch wurden dann Gedichte und Vertell\u00dfels vorgetragen. So wurde w\u00e4hrend der Fahrt von Lathen nach B\u00f6rger das Gedicht \u201eAls Vater noch lebte\u201c von August L\u00f6ning vorgetragen, bei der H\u00fcvener M\u00fchle unterhielten sich Jann un Hinnerk \u00fcber Clemenswerth und Mar\u00e4ihaemmelfaart und in Werlte stand eine Szene aus \u201eOlde Meiners\u201c von Albert Trautmann auf dem Programm. F\u00fcr Lorup hatte Hans Meyer-Wellmann das kurz zuvor von Dr. Heinrich Book (Waettjans Hinnerk) verfasste Gedicht \u201eTouv\u00e4\u00f6rn\u201c vorgesehen, das hier vorgetragen wurde. Johann Schwarte (Swartenwillsien Jann) erz\u00e4hlte dann noch \u00fcber die Zeit von vor 50 oder 60 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Anschlie\u00dfend luden die Loruper Schulkinder mit dem Lied \u201eKein sch\u00f6ner Land\u201c zur Reise in die Nachbarschaft ein. Das ostfriesische D\u00f6nken \u201eSlag aen\u00b4t Mul\u201c erntete viel Beifall. An der Karte erschienen das Wappen des Kreises Leer, das Oldenburger Wappen und das Cloppenburger Wappen. Die beiden Gedichte \u201eMien Mouderspraake\u201c von Berhard Uphus und \u201eLoop d\u00f6r de Welt\u201c von Maria M\u00f6nch-Tegeder f\u00fchrten in die s\u00fcdliche Nachbarschaft. Die Niederlande waren mit dem Gedicht \u201eGroninger Land\u201c und einem Volkstanz vertreten. Die Rundfahrt endete in dem Kreis Heilsberg im Ermland, dem Patenkreis des Landkreises Aschendorf-H\u00fcmmling.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Am Samstag, 16. Oktober, fand in Lorup der Heimattag der Kinder aus den Gemeinden Lorup, Breddenberg, Heidbr\u00fccken, Esterwegen, Hilkenbrook und Rastdorf statt. Um 16 Uhr spielte \u201eDe Ollenborger Kring Poppenspillb\u00fchne\u201c das Puppenspiel: \u201eDe Maonlant\u00fcchte\u201c oder \u201eDaet Lecht van de Maone\u201c. Nach dem Puppenspiel, zu Beginn der D\u00e4mmerung, zogen dann alle Kinder in einem gemeinsamen Laternenzug zum Krankenhaus.<br>Gerhard Immken<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprechende Dorfchronik!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u201e Eine sprechende Chronik entsteht.\u201c So stand es am 20.02.1958 in der Ems-Zeitung.<br>Worte unserer plattdeutschen Sprache lassen sich schriftlich nicht so wiedergeben, wie sie unser Ohr erfreuen. Um diese Worte der Nachwelt zu erhalten und auch den ausw\u00e4rts, besonders im Ausland wohnenden Lorupern zu vermitteln, hat sich der Heimatring schon besonders fr\u00fch entschlossen, ein Tonbandger\u00e4t zu erwerben. Ein Heimatfreund hatte einen erheblichen Beitrag f\u00fcr diese Anschaffung gespendet. Zun\u00e4chst wurde das gesamte Programm des Loruper Kreis- Heimattages 1955 aufgenommen. Auf einer Tagung des Deutschen Spracharchivs in M\u00fcnster, an der Vertreter aus 21 L\u00e4ndern teilnahmen, wurde man aufmerksam auf die sprechende Dorfchronik in Lorup. Am 5. M\u00e4rz 1959 wurde daher ein Tonaufnahmewagen des Deutschen Spracharchivs der Universit\u00e4t M\u00fcnster zu weiteren Tonaufnahmen nach Lorup geschickt. F\u00fcr diese Tonaufnahmen unterhielten sich drei Loruper und drei Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in ihrem Heimatdialekt. Es sollte festgestellt werden, inwieweit die jeweilige Mundart noch erhalten ist, bzw. sich der heutigen Mundart angepasst hat. Kopien dieser Aufnahmen wurden von Universit\u00e4ten aus den USA und England angefordert. Am 29. November 1959 wurde vom Heimatring zu einem gro\u00dfen H\u00f6rspielabend unter dem Titel \u201c De Blick d\u00f6r de Klanggate\u201c eingeladen. Der Ehrenvorsitzende Theodor Rohjans er\u00f6ffnete die Feierstunde und begr\u00fc\u00dfte die Mitglieder und G\u00e4ste. Zur Vorf\u00fchrung kam das erste Band der Tonaufnahmen der sprechenden Dorfchronik. Diese wurden eingeleitet mit dem Gel\u00e4ut der Kirchenglocken und einem Orgelspiel vom Organisten Rudolf Wilken. In bunter Reihenfolge schlossen sich dann Begebenheiten aus der j\u00fcngsten Vergangenheit und aus fr\u00fcheren Jahrhunderten an, die von Loruper B\u00fcrgern auf Tonband erz\u00e4hlt wurden.<br>\u201eWell daschket mit?\u201c Unter dieser \u00dcberschrift wandte sich der Heimatring in der Emszeitung an Idealisten und Interessenten, die noch mit dem Flegeldreschen vertraut waren. Ebenfalls sollte jeder nachsehen, \u201ewo noch Flegel aufzutreiben sind\u201c. Der Klang des Flegeldreschens wurde daraufhin f\u00fcr sp\u00e4tere Generationen festgehalten. Zu einer bereits gemachten Tonbandaufnahme, eines Gespr\u00e4ches \u00fcber Schmiedearbeiten um die Jahrhundertwende, sollte ebenfalls noch das Dreiklang- Hammerschlagen am Amboss aufgenommen werden. Der Heimatring hat sich damals viel M\u00fche gegeben, das Geschehen aus der alten Zeit f\u00fcr die sp\u00e4teren Generationen zu erhalten. Im Archiv des Heimatrings befinden sich noch sehr viele Tonb\u00e4nder. Es ist an nun an der Zeit, diese alten Tonbandaufnahmen zu \u00fcberarbeiten und dessen Inhalt der \u00d6ffentlichkeit auf Heimatabenden vorzuspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Heimatring Lorup Am Samstag, dem 8. M\u00e4rz des Jahres 1975 m\u00f6chte ich folgende Gedanken, die die Grundlage einer Satzung f\u00fcr den Heimat-Ring Lorup sein sollen. 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